Schnitzeljagd und andere Freizeitbeschäftigungen

Hej Hej!

Heute möchte ich euch mal berichten, wie die Schweden hier so ihre Freizeit verbringen.

Mein Gastbruder hatte Montag Geburtstag. Gefeiert wurde nicht, laut meiner Gastmutter feiert man erst an seinem 18. Geburtstag. Am Abend sind Verwandte gekommen und es wurde mal wieder - gegessen, die Lieblingsbeschäftigung schlecht hin.

Meine Gastbrüder haben jeden Tag Hockey- bzw. Fußballtraining und danach sind sie mit Freunden in der Stadt. Partys werden nicht gefeiert und bei anderen übernachten... das kennen die auch nicht.

Gestern Abend war dann das Ereignis des Jahres- Schnitzeljagd. Da trifft sich die ganze Gemeinde, um um Mitternacht gruppenweise in den Wald zu gehen und Fragen zu beantworten, die im ganzen Wald verstreut an Bäumen hängen. Zu gewinnen gab es- Käse!

Ich war in einer Gruppe mit meinen Gasteltern und meinem Gastonkel. Bewaffnet mit einer Taschenlampe wagten wir uns in den stockdunklen Wald. Irgendwann ging ich dann so ein bisschen verloren. Die anderen haben es nicht bemerkt und so stand ich plötzlich, alleine und ohne Taschenlampe, mitten im Wald. Ich hatte schon ein wenig Angst, was wäre gewesen, wenn mich plötzlich ein Elch angefallen hätte oder ein Wolf?! Aber meinem fantastischen Orientierungssinn ( ) sei dank, habe ich schnell den Anschluss an die Gruppe gefunden.

Ca eine Stunde dauerte die Schnitzeljagd, dann trafen sich alle zum Essen (was denn sonst?! ) in einer kleinen Waldhütte. Dort wurden dann die Gewinner der Schnitzeljagd bekannt gegeben. Meine Gastoma darf sich Gewinnerin eines großen Stückes Käse nennen Herzlichen Glückwunsch oder wie man hier in Schweden sagt : GRATTIS!

Schwedische Jugendliche sind in ihrer Freizeit auch gerne mal in der Natur, zum Kanu- oder Kajakfahren, Zelten bei 5°Celsius oder am Lagerfeuer. Pfadfinder sind hier total cool

 

Hej då

Katharina

 

1 Kommentar 8.11.08 18:55, kommentieren

Hello again

Hej Hej!

 

Montag war mein erster Schultag nach den Ferien und.... es hat sich nichts verändert. Ich kann diese Schweden einfach nicht verstehen. Ich habe mir mal wieder alle Mühe gegeben, mit meinen Klassenkameraden ein Gespräch aufzubauen, aber hoffnungslos. AUf meine Fragen, was die in den Ferien unternommen haben, gab es mal wieder nur knappe oder gar keine Antworten und keiner hatte besonderes Interesse daran, dass ich in Stockholm war. Am Ende des Schultages war ich richtig froh, endlich nach Hause zu kommen. Mir ging es nich gut. Ich bin total erkältet (schönes Souvenir aus Örnsköldsvik )

Also bin ich jetzt den Rest der Woche zuhause. Ich habe keine Stimme, eine dicke Halsentzündung und eine laufende Nase.

Im Moment kann ich nicht sagen, wie es weitergehen soll. Inzwischen will ich einfach nur nach Hause. Mein Heimweh wird immer schlimmer, ich hab in Mariestad überhaupt nichts zu tun, in meiner Gastfamilie fühl ich mich nicht wohl, ich werde hier keine Freunde finden und von meiner Organisation werde ich auch keine Hilfe bekommen! Nicht grundlos brechen immer mehr ab. Inzwischen sind es schon 7 und es werden immer mehr.

Bald habe ich ein Treffen mit meiner Betreuerin und werde mit ihr besprechen, wie es weitergehen soll. Ich möchte wechseln. Aber nicht innerhalb der Stadt. Das würde nichts bringen. Ich möchte einen Neuanfang, neue Stadt, neue Schule, neue Familie. Hier würde ich meinen jetzigen Gastbrüdern jeden Tag in der Schule über den Weg laufen. Ich werde sehen, was das Treffen ergibt und dann entscheiden, ob ich es nochmal woanders versuchen kann/werde oder ob ich abbreche. Nocheinmal werde ich mich jedenfalls nicht abwimmeln lassen....

 

Hej då

Katharina

1 Kommentar 6.11.08 20:41, kommentieren

Nach dem Hoch das nächste Tief

Hej Hej !

 Seit gestern bin ich jetzt wieder zurück. Ich hab echt gedacht, nach diesen 3 suuuuuper Tagen würde es mir jetzt besser gehen, aber Fehlanzeige. Genau das Gegenteil ist eingetreten.

 Gut gelaunt bin ich hier wieder angekommen. Nur leider hat sich niemand dafür interessiert, was ich in Stockholm alles erlebt haben. Meine Gastbrüder haben mich wie gewohnt ignoriert. Meine Gastmutter hat wenigstens so getan, als würde sie mir zuhören und mein Gastvater hatte wieder einmal keine Zeit. Es hat sich also nichts verändert.

Als ich in mein Zimmer kam, der Schock. ES WAR EISKALT!! Liegt wahrscheinlich daran, dass ich keine Heizung habe und eine kleine offene Luke nach draußen. Ist zwar stockdunkel in meinem Raum, aber es kommt immer frische Luft rein^^

Der Unterschied ist einfach zu groß: Gestern Abend lag ich noch in einem großen gemütlichen Bett, in einem riesen Zimmer, mit Schreibtisch, Computer, Laptop, riesigem Fenster und Balkon und jetzt liegt ich wieder in einem kleinen, kalten, Heizungs- und Fensterlosen Raum, auf einem Klappbett in einem Haus, mitten in der Pampa.

So kann es nicht weitergehen, ich halte das nicht mehr lange aus. Und ich bin ja auch hier, um mein Jahr zu genießen, nicht um es auszuhalten

Hej då

Katharina

2 Kommentare 3.11.08 16:21, kommentieren

Stockholm - Venedig des Nordens

Hej Hej

 

Meine Ferien in Örnsköldsvik waren ein totaler Reinfall! Nach 11 Stunden Zugfahrt bin ich da endlich angekommen, total müde und genervt ( warum hab ich immer so ein "Glück" mit den Sitznachbarn ?? ) Am ersten Abend war meine Breffreundin echt super super nett und ich habe mich schon auf eine super Woche gefreut. Und wieder einmal zu früh gefreut! Schon am zweiten Tag benahm sie sich dann wie eine typische Schwedin : arrogant, eingebildet und super zickig. So ist es nun einmal. Schweden haben kein Interesse, neue Freundschaften zu schließen. Jeder hat seine eigenen Freunde und keine Lust sich mit anderen zu unterhalten. Deshalb habe ich hier echt Probleme, Freunde zu finden....( Von wegen, am Anfang ist man voll interessant, so wie es meine "tolle" Organisation gesagt hat. Habe das waren ja nicht die einzigen leeren Versprechungen) Jedenfalls hat mich meine Brieffreundin gefragt, warum ich eigentlich da sein ( weil ich dich vielleicht mal besuchen wollte, liebe Emma?? Außerdem war es dein Vorschlag, dass ich komme??!) Die Woche fing echt super an. Ich saß alleine auf meinem Bett in der Küche, ließ mich vom frisierten Pudel nerven und hab einfach nur gewartet, endlich zurück zu dürfen. Meine Brieffreundin musste die ganze Woche Hausaufgaben machen (sie wusste ja erst 6 Wochen vorher, dass ich komme^^)

Etwas Gutes hatte der Besuch im Norden aber doch. Ich habe Alina kennengelernt, eine andere Austauschschülerin aus Deutschland. Ihr geht es hier in Schweden auch nicht berauschend (so wie den meisten) und wir haben uns sofort super verstanden. Und das Beste: Ihre Eltern haben Freunde in Stockholm, die uns angeboten haben, sie zu besuchen!! Ich musste echt nicht lange überlegen und bin 2 1/2 Tage eher abgereist, mit Alina nach Stockholm!!!!!! Der Abschied viel wirklich seeeeehr schwer.

In Stockholm haben wir in einer Stadtwohnung mitten im Zentrum gewohnt. Einfach der WAHNSINN!!! Unbeschreibliche 3 1/2 Tage in der Hauptstadt, Venedig des Nordens, Capital of Scandinavia und so weiter. Unsere Gastgeber waren total nett und die Wohnung einfach der HAMMER. Jeder hatte ein eigenes total schönes Zimmer mit Balkon und Computer und und und. Aber viel haben wir uns sowieso nicht in der Wohnung aufgehalten. 3 Tage non-stop sightseeing standen an. Am ersten Tag ging es gleich morgens ins Vasamuseum. Einfach beeindruckend dieses alte Schiffswrack. Anschließend ging es weiter ins ( sehr interessante) Nordische Museum und ins Stadtmuseum.

Dann ersteinmal eine kleine Pause eingelegt und in der Innenstadt einen Latte Macciato getrunken. 5 Minuten später waren wir jeder 7 Euro leichter (jaja Stockholm ist sehr sehr teuer ) und fit um unsere Museumstour fortzusetzen. Als nächstes ging es ins Nobelmuseum, das war im Gegensatz zum Nordischen Museum, sehr sehr spannend. Am Nachmittag sind wir dann in die Gamla Stan gefahren, dass ist die Stockholmer Altstadt und ich kann euch sagen WUNDERSCHÖN. Viele kleine gemütliche Gassen und Geschäfte. Viele kleine Cafés und... einfach richtig schön, das ist auf jeden Fall einen Besuch wert!!! Dort haben wir ersteinmal Souvenirs gekauft. Ein T-shirt mit Elchmotiv, ein I-love-Stockholm Schlüsselanhänger und viele viele Postkarten Am Abend waren wir dann richtig müde und hatten platte Füße, sodass wir uns auf den Weg zur S-bahn gemacht haben. Wir hatten so ein 72 Stunden bus und Bahnticket. Sehr gute Entscheidung, das zu kaufen, Stockholm zu Fuß zu erkunden ist in 3 Tagen nahezu unmöglich...... Auf dem Weg kamen wir an einem echt beeindruckenden Gebäude vorbei. Wir haben viele viele Fotos geschossen und uns gefragt, was das denn wohl sein könnte bis Alina dann mal auf die Idee kam, dass das das Schloß sein Könnte Jaja wie gerne ich doch immer das Schloß sehen wollte und dann stehe ich davor und erkenne es nicht ( ICH WAR HALT MÜÜÜÜÜÜDE ) Am Abend ging es dann noch ins Kino, also in eines der 23 Kinos!!

Freitag war nicht so schön. Unsere Stimme war zwar bestens, aber das Wetter zeigte sich von seiner schlechtesten Seite. Morgens waren wir erst im Tierpark Skansen und haben ELCHE, Bären, Füchse, verrückte Eichhörnchen und Eulen gesehen. Es war echt total aufregend. Vom Tierpark aus hatte man einen perfekten Blick über die wunderschöne Stadt. Leider hat es nur geregnet. Die Wölfe und Eisbären haben sich bei diesem Wetter nicht gezeigt. So haben wir beschlossen, den Tag mit shoppen zu verbringen ( 5mal H&M in einer Straße) und die restlichen Pläne auf Samstag zu verschieben. Abends haben wir dann mit unseren supernetten Gastgebern eine DVD gesehen. Am Samstagmorgen sind wir nach Drottningholm gefahren. Das liegt etwas außerhaöb der Stadt. Auf Drottningholm befindet sich das andere Schloß- der Wohnsitz der königlichen Familie. Einfach ein superschönes Schloß mitten in einem riesen Park. Danach wollten wir eigentlich noch ins Aquarium aber da das Wetter so war, ging es nach Gamla Stan, wo wir dann bis Abends geblieben sind.

Am Sonntagmorgen bin ich mit Bauchschmerzen wieder in den Bus nach Mariestad gefahren. Wie gerne wäre ich in Stockholm geblieben. Ich wollte auf keinen Fall wieder nach Mariestad.

Hej då

Katharina

1 Kommentar 2.11.08 19:51, kommentieren

Göteborg - Jätte kul

Hej Hej

 

Viele liebe Grüße aus dem mittlerweile sehr kalten Schweden =)

Ich bin heute genau 10 Wochen hier und bisher wurden meine Erwartungen leider noch nicht erfüllt. 

Schwedische Schule sind nicht zu vergleichen mit deutschen. Der Unterricht ist viel zu leicht, so haben wir in Mathe jetzt mit Bruchrechnen angefangen. Und das in der 11. Klasse des Gymnasiums... Ich muss parallel zu den schwedischen Hausaufgaben auch noch selbstständig die Dinge lernen, die meine Klasse in Deutschland lernt.

Das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern ist hier viel lockerer. Die Lehrer werden geduzt und eher wie Freunde behandelt. Die Klassenräume sind groß, sauber (jaja kein Geschmiere auf den Tischen ;D ) und freundlich eingerichtet. Hier hat jeder unterschiedliche Unterrichtszeiten und in jedem Fach hat man komplett andere Klassenkameraden. Hier muss man andauernd den Raum wechseln, einen festen Klassenraum gibt es hier nicht. Das schwedische Schulessen ist entgegen allen Vorurteilen richtig lecker. Natürlich gibt es auch mal was, was ich nicht mag, aber alles in allem ist es richtig gut. Und umsonst.

Freunde finden ist hier verdammt schwer! Die Schweden sind alle so zurückhaltend, jeder hat seine Freunde und ist nicht daran interessiert, neue zu finden. Da ist es als Austaischschülerin schon schwer, anschluss zu finden. Wenn ich hier eines lerne, dann ist es auf Leute zuzugehen. 

Nach 9 Wochen in meiner Gastfamilie bin ich jetzt am Überlegen, ob ich noch einmal umziehen sollte. Die Chemie stimmt einfach nicht. Ich werde abwarten....

Gleich am Anfang hier, habe ich eine gute Freundin gefunden. Leider ist sie ne Woche später auch schon umgezogen... auf ein Internat nach Göteborg. Letztes Wochenende konnte ich sie dann endlich mal besuchen Sie hat mir Göteborg gezeigt (eine wirklich sehr sehr sehr schöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten und Shoppingmöglichkeiten) Göteborg ist mit 550.000 Einwohnern Schwedens zweitgrößte Stadt. Ich würde sehr gerne noch einmal hin, aber ob ich da leben könnte, weiß ich nicht. Ich komm ja aus einer kleinen Stadt in Norddeutschland und bin den Lärm, die vielen Leute und den Verkehr einfach nicht gewöhnt..

Gestern habe ich 2 Elche gesehen!!! Hab ich mich erschrocken, als die auf einmal vor unserem Auto standen. War eine Mutter mit Kind, total süß sag ich euch. Echt riesige Tiere. Würde gerne auch mal einen männlichen Elch sehen, mit diesem riesigen Geweih. Hier in Schweden ist gerade große Elchjagd. Das ist doch echt grausam.

Mein Schwedisch macht schon ziemliche Fortschritte. Mit dem Sprechen ist es zwar noch sehr schwer aber ich verstehe immer und immer mehr (manchmal mehr als ich zugeben will ) Leider leidet mein Französisch darunter. Ich komm mit Französisch und Schwedisch total durcheinander und der Französischunterricht ist so ansprunchsvoll wie der Matheunterricht

Soooo, ich muss jetzt Koffer packen. Morgen besuche ich meine Brieffreundin in Örnsköldsvik, ganz oben im Norden. Es liegen 12 Stunden Zugfahrt vor mir... Aber endlich endlich endlich haben wir FERIEN!!!!!! Zwar nur ne Woche aber immerhin.

 

Und ich hab jetzt auch endlich gelernt wie man dieses "å" schreibt

 

Hej då

eure Katharina

 

 

 

 

 

 

1 Kommentar 24.10.08 16:16, kommentieren

Die kleinen und großen Unterschiede

Hej Hej!

 

Warum gehst du denn nach Schweden, das ist da doch fast so wie in Deutschland!

Das durfte ich mir immer wieder anhören. Jetzt bin ich schon paar Wochen hier und habe schon sehr viele kleine und große Unterschiede festgestellt!

 Nur mal ein paar Beispiele:

 -in Deutschland ist Popcorn süß und hier ist es SALZIG. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ekelig das ist!

- in Deutschland sind die Leute offen und freundlich, hier will man mit Fremden nichts zutun haben (das ist das Schlimmste für mich)

- in Deutschland lernt man was in der Schule, in Schweden ist man nur in der Schule, um nicht die ganze Zeit zu Hause rumzuhängen.

- in Deutschland bekommt man kein Geld, wenn man zur Schule geht. Hier bekommen die 100€ Taschengeld monatlich

- in Deutschland geht man mit dem Messer in die Butter, hier gibt es ein extra "Buttermesser" Das ist ein kleines Holzteil.

- in Deutschland hat man schöne Zimmer, hier reicht es, wenn ein Bett reinpasst, weil man sich eh den ganzen Tag woanders aufhält.

- in Schweden wird im Unterricht telefoniert, Kaugummi gekaut, geraucht, gegessen, getrunken, Musik gehört, ALLES ANDERE ALS AUFPASSEN

- in Deutschland sitzt man meistens Stunden im Wartezimmer beim Arzt, hier hat man die Garantie, höchstens 10 Minuten warten zu müssen.

- Hier darf man Alkohol erst mit 20 kaufen

- im Auto darf man telefonieren

- hier zieht man sich draußen die Schuhe aus

- hier sind alle der Meinung, es sei ungesund, wenn man länger als 2 Stunden nicht isst.

 

Es werden sicherlich noch einige dazukommen

Hej dâ

Katharina

1 Kommentar 17.10.08 18:36, kommentieren

Nach 5 Wochen in Schweden

Sooo. endlich komm ich mal dazu, einen neuen blogeintrag zu machen.

 

Ich bin jetzt schon 5 Wochen in Schweden und bisher ist nichts so gelaufen, wie ich es mir gewünscht habe. =(

Am 15.8. bin ich von Bremen nach Amsterdam geflogen, dann weiter nach Göteborg und mit dem Zug nach skövde. Alles lief super und ich war richtig stolz, alles alleine geschafft zu haben. Überall nette und hilfsbereite Schweden. Natürlich war ich auch sehr sehr traurig. Der Abschied am Flughafen war echt hart.

Von meiner Gastmutter wurde ich kurz und emotionslos begrüßt. Ich habe mich bei ihr von anfang an nicht wohl gefühlt. An meinem ersten Tag in Schweden saß ich von Morgens bis Abends alleine im Zimmer. Keiner hatte Interesse, etwas mit mir zu unternehmen, mir einfach was von der Umgebung zu zeigen. Hinzu kamen noch andere Probleme, die ich hier jetzt nicht schreiben möchte.

Am 18.8. habe ich dann die Familie gewechselt. Jetzt wohne ich in Jula, einem Dorf abseits von Mariestad. Es ist hier total schön, trotzdem nervt mich die ewige Warterei auf den Bus... Ich habe jetzt eine Gastmutter, mit der ich mich super verstehe, einen Gastvater und 2 Gastbrüder. Die Familie hat Hunde, Katzen und Pferde.

Viel von Schweden habe ich aber immer noch nicht gesehen. Die Jungs sind den ganzen Tag bei Freunden, die Eltern arbeiten und ich sitze hier meist alleine in meinem Zimmer rum. Ich hoffe, dass ich irgendwann mal nach Stockholm komme.

 Schwedische Schulen sind überhaupt nicht mit deutschen Schulen vergleichbar. Nicht nur, dass hier im Unterricht Kaugummi gekaut wird, gegessen wird, Sms geschrieben wird oder laute Musik gehört wird, der Unterrichtsstoff entspricht dem der 5. Klasse. In Mathe haben wir jetzt Bruchrechnen. Ich habe echt Angst, dass ich, wenn ich zurück nach Deutschland gehe, gar nicht mehr mitkomme. Im Moment habe ich total Heimweh. Es ist hier einfach alles anders. Und das mit dem Freunde finden hat in meiner Klasse nicht geklappt. Seit einer Woche bin ich jetzt in einer anderen Klasse.

Das Gerücht, alle Schweden seien hot, kann ich bisher leider leider nicht bestätigen xD Mein Schwedisch macht noch keine großen Fortschritte

 

Das wars dann für den Moment

Hej dâ

Katharina

2 Kommentare 21.9.08 22:38, kommentieren